2.0 … ein paar Monate und sehr viele Videokonferenzen später

Eigentlich wollten wir Anfang Mai voll durchstarten. Lange hatten wir auf den Moment hingearbeitet, in dem wir endlich die Trecker vom Hof rollen lassen und uns in Tage und Nächte der intensiven Stück- und Workshop-Entwicklung stürzen, damit wir an vielen verschiedenen Orten tolle Leute treffen, um mit ihnen einen großartigen Sommer auf die Beine zu stellen. Es sollten Workshops gegeben werden, Konzerte von lokalen Bands stattfinden und zwei Theaterstücke aufgeführt werden – dort wo man es eigentlich nicht erwartet.

Durch Corona hat sich leider einiges verändert. Nicht nur unsere privaten Leben, sondern auch die Perspektive für WildwuX müssen sich nun den Regeln der Pandemie anpassen.

Dennoch schreiben wir heute nicht, um WildwuX 2020 abzusagen.
Obwohl wir die Situation sehr ernst nehmen und Maßnahmen zum Infektionsschutz unterstützen, halten wir Kunst und Kultur in vielfältigen Formen weiterhin für wichtig. Gerade in einer Zeit, in der sich das Leben immer weiter ins Private zurückzieht, sind sie wichtige Elemente, um Zeiten wie diese zu verstehen, auszuhalten und zu überwinden.

Daher stecken wir seit mehreren Wochen virtuell unsere Köpfe zusammen und arbeiten an neuen Konzepten und Formaten, entwickeln unser Projekt im Hinblick auf Corona-Einschränkungen weiter und versuchen, unsere Freund*innen an verschiedenen Orten weiterhin einzubinden. Online treffen wir uns in Videokonferenzen, online produzieren wir gemeinsam künstlerische Inhalte, wir sind quasi im Bildschirm gefangen. Das ist eine ziemliche Kehrtwende für ein Projekt wie dieses, welches eigentlich von direkter Interaktion und gemeinsamem Austausch lebt. Unsere derzeitige Perspektive hängt von Faktoren ab, auf die wir keinen Einfluss haben und die unberechenbar sind. Einer dieser Faktoren ist, wie so oft, Geld; auch unsere Förderer stecken in einer schwierigen Situation und wir haben ihnen eine kleine augenzwinkernde Videobotschaft zukommen lassen, die unsere Situation zusammenfasst und die wir auch euren neugierigen Blicken nicht vorenthalten wollen.

Doch wir versuchen, das Beste daraus zu machen und suchen kreative neue Wege, die mit der Situation umgehen statt von ihr erschlagen zu werden.

Wir werden euch auf unserer Seite auf dem Laufenden halten, sobald es Neuigkeiten gibt! Also schaut gerne hier vorbei!

Über WildwuX

Wir sind derzeit ein Kollektiv aus 18 Leuten, die – teilweise professionell, teilweise projektartig – Theater, Musik, und Kunst machen. In den letzten Jahren haben wir uns im Rahmen von WildwuX, eines im Bund deutscher Pfadfinder_innen (BDP) Niedersachsen angesiedelten Theaterprojektes, ausprobiert, haben gemeinsam Stücke entwickelt und waren auf Tour im Elbe-Weser-Dreieck.

Dabei bedeutet WildwuX vor allem: Kollektiv Theater machen, voneinander lernen, in Zirkuswagen zusammen leben, kochen und diskutieren, mit Treckern und Wagen von Ort zu Ort fahren, und Theater an ungewöhnliche Orte bringen.
Wir sind mit 3 Zirkuswagen, 3 Traktoren, einem Kiosk und einer Menge Spaß am Spiel unterwegs, ziehen von Stadt zu Stadt und von Dorf zu Dorf und stellen vor Ort ein künstlerisches und gesellschaftskritisches Programm auf die Beine, welches für alle und jede*n erlebbar sein soll.
Um den Zugang für alle zu garantieren, gibt es keine festen Eintrittsgelder. Unsere Kosten für Verpflegung und Sprit versuchen wir aus Hut-Spenden und Fördermitteln zu decken.

Für das Jahr 2020 haben wir uns erstmals vorgenommen, für mehrere Monate mit den Wagen unterwegs zu sein und eine (fast) deutschlandweite Tour zu spielen.
Wir wollen einen Ort für mehrere Tage bespielen und dabei mit dem Publikum in einen Austausch kommen, neue Perspektiven entwickeln und zusammen Spaß haben.
Wir werden mit zwei Theaterstücken und einem Rahmenprogram aus Musik und Workshops unterwegs sein. Genaue Infos zum Programm findet ihr zeitnah auf dieser Webseite.

Wenn ihr Fragen habt, wendet euch gern an theaterauftour2020@riseup.net

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